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Merkblatt über das Halten von Hunden im Landkreis Gifhorn

 

Seit dem 01.07.2011 gilt das neue NHundG (Niedersächsisches Gesetz über das Halten von
Hunden - Nds. GVBl. Nr. 11/2011 S. 130). Auf die wichtigsten Regelungen des NHundG sei an
dieser Stelle hingewiesen; ausführliche Einzelheiten auch über: www.ml.niedersachsen.de

1. Kennzeichnungspflicht
Ab dem 01.07.2011 müssen alle Hunde durch einen Transponder (Chip) gekennzeichnet werden.
Die Anforderungen, die an den Transponder gestellt werden, entnehmen Sie bitte dem
Gesetzeswortlaut. Darüber hinaus berät Sie sicher gerne Ihr Tierarzt.

2. Haftpflichtversicherung
Hundehalter sind ab dem 01.07.2011 zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung für ihren Hund
verpflichtet. Personenschäden sind mit einer Mindestversicherungssumme von 500.000 € und
Sachschäden von mindestens 250.000 € abzuschließen. Vermögensschäden unterliegen nicht der
Haftpflichtversicherung.

3. Sachkundenachweis für jeden Hundehalter ab 01.07.2013
Ab Juli 2013 müssen alle Hundehalter ihre Sachkunde im Umgang mit Hunden nachweisen:
Entweder durch eine Sachkundeprüfung, die von Prüfern abgenommen wird, die von den
Landkreisen und kreisfreien Städten anerkannt wurden,
oder aber durch Erfahrung in der Hundehaltung:
Hundehalter, die nachweislich innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Beginn der Hundehaltung
einen Hund mindestens 2 Jahre ununterbrochen gehalten haben, gelten grundsätzlich als
sachkundig und brauchen die Prüfung nicht abzulegen (Nachweis z. B. durch
Hundesteuerbescheid, Versicherungsbescheinigung).
Ebenso gelten bestimmte Personenkreise als sachkundig: z. B. Tierärzte, Hundehalter, die
Brauchbarkeitsprüfungen für Jagdhunde abnehmen oder eine solche Prüfung bereits erfolgreich
abgelegt haben oder Halter von Blindenführhunden oder Behindertenbegleithunden.

4. Mitteilungspflicht an das Zentralregister ab 01.07.2013
Ab Juli 2013 muss ein Hundehalter vor Vollendung des 7. Lebensmonats des Hundes gegenüber
dem Zentralregister Angaben zu sich und seinem Hund machen. Ältere Hunde müssen vom
Hundehalter innerhalb von einem Monat ab Beginn der Hundehaltung diese Angaben machen (§ 6
NHundG). Meldungen an das Zentralregister sind ab dem 24.06.2013 möglich.
Per email: serviceline@hunderegister-nds.de; telefonisch: 0441 390 10 400 oder schriftlich an
Kommunales Systemhaus Niedersachsen, Elsässer Str. 66, 26121 Oldenburg
Landkreis Gifhorn
3.5 Veterinärwesen Fax: 05371 – 82 359
Schlossplatz 1 E-Mail: veterinaeramt@gifhorn.de
38518 Gifhorn www.gifhorn.de

5. Gefährlichkeit des Hundes
Erhält der Landkreis Gifhorn einen Hinweis, dass ein Hund eine gesteigerte Aggressivität aufweist,
insbesondere
1) Menschen oder Tiere gebissen oder sonst eine über das natürliche Maß hinausgehende
Kampfbereitschaft, Angriffslust oder Schärfe gezeigt hat oder
2) auf Angriffslust, auf über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft oder Schärfe
oder auf ein anderes in der Wirkung gleichstehendes Merkmal gezüchtet, ausgebildet oder
abgerichtet ist,
so ist er verpflichtet, den Hinweis zu prüfen. Sollte der Hinweis den Verdacht rechtfertigen, dass
von dem Hund eine Gefahr ausgeht, so stellt der Landkreis Gifhorn die Gefährlichkeit fest.

6. Erlaubnis zum Halten eines Gefährlichen Hundes
Wurde die Gefährlichkeit festgestellt, so darf der Hund nur mit einer Erlaubnis gehalten werden.
Die Erlaubnis wird vom Landkreis Gifhorn – Abteilung Veterinärwesen - nur auf schriftlichen
Antrag erteilt, wenn
1)der/die Hundehalter/in
a. das 18. Lebensjahr vollendet hat,
b. die zum Halten des Hundes erforderliche Zuverlässigkeit und persönliche Eignung besitzt,
c. nach der Feststellung der Gefährlichkeit des Hundes eine praktische Sachkundeprüfung
bestanden hat,
2) die Fähigkeit des Hundes zu sozialverträglichem Verhalten durch einen Wesenstest
nachgewiesen ist,
3) der Hund mit unveränderlich gekennzeichnet (Chipkennzeichnung) ist und
4) für den Hund eine Haftpflichtversicherung mit einer Mindestversicherungssumme in Höhe von
500 000 € für Personenschäden und in Höhe von 250 000 € für Sachschäden nachgewiesen
ist.
Der Antrag ist sofort nach Feststellung der Gefährlichkeit des Hundes zu stellen. Die
Unterlagen/Nachweise müssen anschließend innerhalb von drei Monaten bei der Behörde
vorliegen. Die Frist kann auf Antrag einmalig um höchstens drei Monate verlängert werden.
Nach Ablauf dieser Frist wird die Erlaubnis versagt. Die Haltung des Hundes ist dann nicht
mehr zulässig.
Die Erlaubnis ist beim (Aus)führen des Hundes immer mitzuführen. Bis zur Entscheidung
über den Antrag auf Erteilung der Erlaubnis muss stattdessen eine Bescheinigung von der
Abteilung Veterinärwesen über den Eingang des Antrages mitgeführt werden. In dieser
Übergangszeit dürfen die Hunde nur vom/von der Halter/in an der Leine und mit einem
Maulkorb versehen geführt werden.
Nach Erteilung der Erlaubnis gilt weiterhin ein stetiger Leinenzwang.
 


Landkreis Gifhorn
3.5 Veterinärwesen
Fax: 05371 – 82 359
Schlossplatz 1
E-Mail: veterinaeramt@gifhorn.de
38518 Gifhorn www.gifhorn.de


Der/die Halter/in darf andere Personen nur dann mit dem (Aus)führen des Hundes beauftragen,
wenn diese das 18. Lebensjahr vollendet haben, die notwendige Sachkunde, persönliche
Eignung und Zuverlässigkeit nachgewiesen ist und eine entsprechende Bescheinigung von der
für sie zuständigen Behörde erhalten haben und diese mit sich führen.
Der Wesenstest wird bei der Tierärztlichen Hochschule Hannover und anderen anerkannten
Tierärzten durchgeführt. Dort kann auch der Nachweis der Sachkunde erfolgen, ebenso bei
weiteren vom Landkreis Gifhorn anerkannten Personen oder Stellen.

7. Verstöße gegen das NHundG
Verstöße gegen diese Bestimmungen stellen i. d. R. Ordnungswidrigkeiten dar und können
mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 € geahndet werden.

(Stand: 20.Juni 2013)

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