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Positive Coronatests - Flüchtlingsunterkunft in Ehra-Lessien steht unter Quarantäne

In der Flüchtlingsunterkunft in Ehra-Lessien hat sich am späten Freitagabend, 29. Mai 2020, ein Verdachtsfall in Bezug auf das Corona-Virus bestätigt. Amtsarzt Josef Kraft nahm gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes des Landkreises Gifhorn am Samstagmorgen, 30. Mai 2020, weitere Abstriche von 24 Personen, die in direktem Kontakt mit der infizierten Person gestanden haben, weil sie alle in einem Gebäude wohnen. Die Testergebnisse ergaben, dass sieben Personen ebenfalls positiv auf das Corona-Virus getestet wurden.

Alle positiv getesteten Personen sind isoliert auf dem Gelände in Ehra-Lessien und ihr Gesundheitszustand wird regelmäßig überprüft. Wo sich die Personen angesteckt haben könnten, ist derzeit noch nicht geklärt.

Landrat Dr. Andreas Ebel zog ein erstes Zwischenfazit:„Direkt mit Bekannt werden des ersten Testergebnisses habe ich umgehend den Stab für außergewöhnliche Ereignisse einberufen, den wir im Zuge der Entwicklungen des Corona-Virus gebildet haben. Gemeinsam mit dem DRK, der Polizei und meinen Mitarbeitern aus der Abteilung Allgemeine Hoheitsangelegenheiten und Asylbewerberleistungen, habe ich mir einen genauen Überblick über die aktuelle Lage verschafft. Erste Maßnahmen haben wir unmittelbar eingeleitet und in Auftrag gegeben.“

Zu diesen Maßnahmen zählen unter anderem:

Die Polizei kontrolliert mit Unterstützung der vor Orttätigen Sicherheitsfirma das Gelände rund um die Flüchtlingsunterkunft in Ehra-Lessien. Ziel ist es, dass keine Bewohnerin und kein Bewohner die Anlage verlässt und nur berechtigte Personen Zutritt zu dem Gelände erhalten. In Absprache mit dem Präsidenten des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes wurde das gesamte Gelände vorsorglich unter Quarantäne gestellt. 

Um eine Ausbreitung des Corona-Virus innerhalb der Flüchtlingsunterkunft zu vermeiden, dürfen diejenigen, die in einem Gebäude mit den bisher positiv getesteten Personen leben, sich bis auf Weiteres nur innerhalb dieses Gebäudes aufhalten. Sie gelten als Kontaktpersonen der Gruppe 1, die eine individuelle Quarantäne ausgesprochen bekommen haben. Auch bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der übrigen Gebäude wird dafür gesorgt, dass diese keinen Kontakt mehr zu Personen außerhalb ihres Gebäudes haben, um die Verbreitung des Virus zu unterbrechen.

Außerdem verteilte die Kreisverwaltung kurzfristig 2.000 Masken und Desinfektionsmittel in dem Camp, um alle Beteiligten ausreichend zuschützen. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter erklären den Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ort die Situation. Zusätzlich sind Dolmetscher dabei, die Einzelheiten individuell in verschiedene Sprachen übermitteln und klären können.

Am Montag, 1. Juni 2020, wird Amtsarzt Josef Kraft mit seinem Team alle weiteren der rund 160 Bewohnerinnen und Bewohner der Flüchtlingsunterkunft abstreichen. Die Ergebnisse werden für Dienstag, 2. Juni,erwartet.

Das DRK kümmerte sich sofort um die Versorgung mit Lebensmitteln für die Personen vor Ort. Außerdem waren Mitglieder des THW vor Ort, um notwendige Versorgungsmaßnahmen in die Wege zu leiten. Beispielsweise wird daran gearbeitet, weitere Gebäude auf dem Gelände soweit herzurichten, um die Personen räumlich zu trennen und mehr Platz für jeden Einzelnen zuschaffen. Bei allen Einsätzen wird auf nötige Schutz- und Hygienemaßnahmen geachtet, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Diejenigen, die direkt von den ersten Maßnahmen am Samstagmorgen betroffen waren, reagierten verständnisvoll.

Landrat Dr. Andreas Ebel äußerte sich dazu: „Alle Beteiligten agieren sehr besonnen. So konnten wir schnell klare Handlungsanweisungen geben, die direkt umgesetzt werden. Ich bitte die Bürgerinnen und Bürgern, die in Ehra-Lessien leben, ebenfalls Verständnis für diese Situation zu zeigen. Wir in der Kreisverwaltung haben gemeinsam mit allen Hilfskräften schnell auf die Testergebnisse reagiert und vorausschauend gehandelt. Beispielsweise hatten wir bereits im Vorfeld eine Quarantänestation auf dem Gelände eingerichtet, die heute sofort genutzt werden konnte. Für die Ortsbewohnerinnen und –bewohner besteht kein Anlass zur Sorge. Wir tun alles dafür, das Infektionsrisiko für jede Bürgerin und jeden Bürger weiterhin so gering wie möglich zu halten.“

 

 

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